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Die Robotik Akademie 2010 PDF Drucken E-Mail

In der letzten Maiwoche hat sich die Robotik AG zusammengefunden, um an ihrem Roboter „Jim“ weiterzubauen.

„Nr. 5 lebt!“ So oder so ähnlich hatten wir uns unser zweites Jahr der Robotik-AG vorgestellt. Nun ja, es sollte erst mal die abgespeckte Lightversion davon geben. Unser Ziel war es, unseren Roboter Jim ein wenig selbstständiger zu machen, indem wir ihm Augen verpassen wollten. Dazu sollte eine Kamera an Jim angebracht werden, die Bilder an einen Rechner sendet und diese sollten wiederum von einem Programm verarbeitet werden.

Nach vielen Vorbereitungen suchten wir uns die LeanXCam als Auge und einen Wlan-Router als Übertragungssystem aus. Eine weitere Aufgabe bestand darin das Auge immer parallel zum Boden auszurichten. Deshalb ließen wir eine eigene Mechanik dafür anfertigen. All diese Vorhaben fanden ihre Umsetzung in der einwöchigen Pfingstakademie.

Angekommen in Kaiserslautern starteten wir munter in die Woche, in der wir uns viel vorgenommen hatten.

Für den Anfang wurden aus der gesamten Teilnehmerzahl 3 Gruppen gebildet. Die Konstruktionsgruppe beschäftigte sich mit der Fertigstellung der Mechanik und der Kamerabefestigung. Hierbei traten jedoch unerwartete Probleme auf, weil die Teile oft nicht so zusammenpassten, wie wir es gerne gehabt hätten. Letztendlich wurden auch diese Probleme überwunden und die Mechanik funktionierte gegen Ende der Woche einwandfrei. Gleichzeitig kümmerte sich die Elektronikgruppe um die Fertigstellung der Stromversorgungsplatine. Nachdem dies geschehen war, arbeiteten die verschiedenen Gruppenmitglieder daran, das von der Kamera gelieferte Bild zu verarbeiten und auszuwerten. Da die Kamera immer parallel zum Boden ausgerichtet sein sollte, mussten wir eine Lösung finden, die der Kamera immer die aktuelle Neigung sagt. Die Lösung bestand darin, unterhalb der Kamera einen Linienlaser anzubringen, anhand dessen Position der Winkel bestimmt werden sollte. Nach viel Programmierarbeit konnten wir die ersten Erfolge verbuchen. Am Ende war es möglich, mit Hilfe der Kamera und des Lasers eine Linie am Computer zu erkennen und auszugeben. Parallel zu diesen Progammierversuchen arbeiteten sich einige Teilnehmer in das Programm Matlab ein, um mit vorbestimmten Routinen ebenfalls eine Bilderkennung zu realisieren. Am Schluss konnte der Code die Kanten einzelner Bilder erkennen. Nach getaner Arbeit an der Technischen Universität fuhren wir jeden Tag in unser Tagungshaus in Enkenbach zurück. Nach einem guten Abendessen verbrachten wir die Abende damit, eine Dokumentation zu schreiben, Filme zu schauen, zu kegeln oder gemeinsam zu spielen. Wie auch im letzten Jahr, hatte es der Abschlusstag in sich. Verschiedene Arbeitsunfälle zerstörten große Teile der Kameraelektronik und zudem einen Mikrocontroller, so dass wir nicht mehr viel Möglichkeiten hatten, unsere Arbeit zu vollenden und die Programme zu testen. Dies legte sich wie ein Schatten auf unsere Arbeit. Aber die Freude, die wir zusammen hatten und das neu erworbene Wissen konnte es uns dennoch nicht nehmen. Ein weiterer Lichtblick ist aber die Tatsache, dass die Robotik-AG auch im kommenden Jahr wieder stattfinden wird und sich dieses Mal an ein komplett neues Projekt wagt. Noch ist nicht klar, wie dieses neue Projekt aussehen wird, doch die zahlreichen Ideen der Teilnehmer werden bestimmt dafür sorgen, dass es auch in Zukunft genug zu arbeiten und zu entdecken gibt.

 
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