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10 Jahre Life-Science Lab, 5 Jahre Alumni PDF Drucken E-Mail

Ein Rückblick auf das Jubiläum

Im letzten Labjahr war (mindestens) eine Sache nicht zu übersehen: das Heidelberger Life-Science Lab feierte sein 10-jähriges und der Alumni-Verein des Labs sein 5-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass fand vom 2. bis 4. Juli eine Jubiläumsveranstaltung statt, bei der ingesamt über 220 Teilnehmer, Geschäftsstellenmitarbeiter, Mentoren, Alumni und Gäste auf die vergangen Jahre zurückblickten. Grund genug für uns, noch einmal auf die Feierlichkeiten zurückzublicken.

Ganz in der Tradition des Lab-Rhythmus begann das Wochenende am Freitag um 17 Uhr – jedoch nicht mit einem Freitagsvortrag, sondern einer Podiumsdiskussion. Voraus gingen einleitende Worte von Dr. Katrin Platzer und Prof. Dr. Nobert Fusenig. Das Thema der abendlichen Podiumsdiskussion lautete „Auf den Spuren von Einstein & Co – Wege in die Wissenschaft“. Zu den Teilnehmern gehörten Prof. Dr. Ingrid Grummt vom DKFZ, Prof. Dr. Andrei Lupas vom MPI für Entwicklungsbiologie (Tübingen), Dr. Oliver Hantschel vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenscaften und Dipl.-Biol. Tobias Stuwe vom EMBL in Heidelberg. Die beiden Letzteren könnten dem Einen oder Anderen ein Begriff sein: Oliver Hantschel hat in den frühen Jahren des Labs die Biochemie AG als Mentor unterstützt, Tobias Stuwe war ein Teilnehmer der ersten Stunde und später ebenfalls Mentor dieser AG.

Zunächst erzählten die Beteiligten über ihre persönlichen Lebenswege, die sie in die Wissenschaft geführt haben. Dabei reichte das Spektrum von Begeisterung im Kindesalter bis zur Glückssache. Interessant war besonders Ingrid Grummts Beitrag: Nur durch Zufall sei sie selbst zum Biologiestudium gekommen und nach ihrer ersten „Liebe“ zur Genetik führte sie ein fast rastloses Forscherleben.

Andrei Lupas hat einige Jahre in der Wirtschaft bei Pharmaunternehmen gearbeitet. Eine reine Anwendungswissenschaft, wie es oft in der Industrie vermutet wird, habe Lupas dort nicht erlebt. Vielmehr war er an Grundlagenforschung beteiligt. Jedoch müsse man flexibel bleiben, denn die Forschungsgebiete könnten sich plötzlich ändern.

Zwischen allen Diskussionsteilnehmern fand sich die Übereinstimmung, dass ihr Studium für sie so gut wie nicht brauchbar gewesen sei. Die Ursachen dafür seien in der Konzeption des Studiums, aber auch bei vielen schlechten und unmotivierenden Vorlesungen zu finden. Der Rat an den Nachwuchs: Selbst ein Lehrbuch lesen und so viel wie möglich im Labor stehen.

Ein weiteres diskutiertes Thema war, ob man eine Welle in der Forschung absehen und wie man auf sie aufspringen kann. Einig war man sich dabei, dass es kaum möglich sei, ein heißes Forschungsthema vorauszusehen. Wenn man sich allerdings auf der Welle befindet, dann ginge es leicht weiter – springt man auf, so liege man meistens zeitlich zurück.

Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Forschung sei aber der Spaß an der Sache selbst. Die Begeisterung am eigenen Arbeitsfeld gepaart mit ernsthaftem Arbeiten sei das Kennzeichen jedes Wissenschaftlers.

Bei einem gemeinsamen Abendessen und weiteren Gesprächen ließ man dann den ersten Abend im Roten Ochsen in Handschuhsheim ausklingen.

 

Am Samstag gingen die Feierlichkeiten weiter. Nach Grußworten von Herrn Prof. Dr. Peter Bannasch, dem Vorstandsvorsitzenden der DKFZ- Alumni, der vor allem die beginnende Zusammenarbeit von DKFZ- und Lab-Alumni hervorhob, und einer kurzen Ansprache durch Herrn Dr. Werner Schnatterbeck, dem Schulpräsidenten des Regierungspräsidiums Karlsruhe, lag es nun an Katrin Platzer die letzten 10 Jahre Revue passieren zu lassen und natürlich auch nach vorne zu blicken.

Im Anschluss daran berichtete Frau Prof. Dr. Eva- Maria Neher, die Gründerin und Leiterin des XLABs über ihre Erfahrung mit dem Schülerlabor in Göttingen . Ihr Vortrag, der den Titel „Neugierde wecken – Begabung fördern – Zukunft gestalten: Was leisten außerschulische Nachwuchsfördereinrichtungen“ stellte die Arbeit des XLABs dar, was anders als das Life-Science Lab Schülerinnen und Schüler nicht über einen längeren Zeitraum, sondern nur in Einzelprojekten fördert.

Noch spannender wurde es nach der Kaffeepause mit den Vorstellungen der Projekte, die das Lab in den letzten 10 Jahren hervorgebracht hat: Wenn man die Ergebnisse/Präsentationen der Zoologie- und Robotik-AG oder der ISA Estland und ISA San Francisco hörte/sah, konnte man schon ziemlich stolz sein, was in den letzten 10 Jahren so alles aufgebaut wurde.

Aber nicht nur zehn Jahre Lab sollten gewürdigt werden, sondern auch fünf Jahre Alumni des Heidelberger Life-Science Lab e.V. . Und so war es nun an Melanie Weißer durch die fünf stürmischen ersten Jahre des Vereins zu führen und Ausblick auf Neues zu werfen.

 

Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläums-Samstages war die Verleihung der Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010 im Land der Ideen“ durch Andreas Rohde von der Deutschen Bank. In Zukunft kann sich dadurch die Geschäftsstelle mit einem Gewinner-Schild am Eingang präsentieren.

Im Anschluss an die Auszeichnung zum Ort der Ideen fand die traditionelle Verabschiedung der Abiturienten statt, bei der die Alt-Labbies in den Stand des Alumnus/der Alumna berufen wurden.

Hier endete auch schon der Vormittagsprogramm und alle zogen von dannen, um entweder die Deutsche Fussball-Nationalmannschaft bei ihrem Spiel gegen Argentinien anzufeuern oder sich für den Abend vorzubereiten, denn...

Am Abend traf man sich wieder im festlich hergerichteten DKFZ, um nach all den Reden rund ums Feiern auch endlich mal richtig zu feiern. Natürlich feiert es sich mit Einleitung viel besser und daher durften Katrin (Platzer) und Melanie (Weißer) uns auf die Rede von Herrn Prof. Dr. Otmar Wiestler, dem wissenschaftlichen Vorstand des DKFZ, einstimmen, der voll des Lobes für ein Jahrzehnt Life-Science Lab war und uns für die Zukunft weitere Unterstützung von der Seite des DKFZ versprach. Nach einer Rede durch Herrn Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, dem Vizepräsidenten für Forschung an der Universität Koblenz/Landau begann der feucht-fröhliche Teil des Abends. Das Büffet war eröffnet und alle konnten sich an leckerem Speis und Trank, sowie an anregenden Tisch-Gesprächen erfreuen. Zu späterer Stunde dann riefen die Alumni noch einmal zu einer „nostalgischen Stunde“, als Malte Gersch in Anekdoten über die Gründung des Alumni-Vereins plauderte und zum ersten Mal die „Goldene Fliege“ an besonders treue und fleißige Alumni verliehen wurde. Geehrt wurden Elisabeth Urban, Christoph Fischer, Malte Gersch, Lucas Krupp und Christian Stoy. Auch fand an diesem Abend die Preisverleihung des Alumni-Fotowettbewerbs statt: das Israel-AGüP wurde für sein „Dingdong-Lesen im toten Meer“-Bild ausgezeichnet.

Bei eigenem Lab-Sekt (mit Fliege auf dem Logo!), Cocktails von der Alumni-Bar und viel Musik und Tanz ging der Samstag langsam in den Sonntag über und alle feierten ausgelassen, bis die Füße nicht mehr stehen/gehen konnten.

Am Sonntag ging es dann schließlich etwas entspannter zu. Bei einem Brunch auf dem Schiffsrestaurant Schlossblick ließ man die Feierlichkeiten ausklingen. Aus Mangel an Beteiligung musste die Wanderung auf den Weißen Stein leider ausfallen – zu viele mussten sich wohl noch von den “Strapazen” des Vortags erholen.

Und damit war das Jubiläumswochenende vorbei. Nach all den Rückblicken, Erinnerungen und Geselligkeit bleibt damit nur zu sagen: Das nächste Jubiläum kommt bestimmt! Auf die nächsten 10 Jahre spannenden Erlebnissen, Vorträgen und vor allem Erfahrungen im Life Science Labs und ebenso im Alumni-Verein.

 
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