| AG-Preis: Informatiker zu Besuch in Karlsruhe |
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Karlsruhe / Heidelberg, 15. Oktober 2010, von Damián Gvirtz Wie ein Marathon kann es einem im Nachhinein vorkommen, was die Alumni der Informatik-AG als Preis für herausragende Arbeit boten, auch wenn es nicht um die volle Distanz von 42,195 km ging. Denn bei den Besuchen am Lehrstuhl für interaktive Echtzeitsysteme und dem Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildverarbeitung in Karlsruhe haben wir wirklich viel gesehen.
Der nächste Punkt betraf die Bildverarbeitung und kam zwar im Vergleich zu den anderen Projekten recht unspektakulär daher, bestach aber auch gerade dadurch. Der anfängliche Anwendungshintergrund war der Ausgleich von Kamerawacklern. Dabei wählt der entwickelte Algorithmus in zwei aufeinanderfolgenden Frames Referenzpunkte und matcht diese möglichst gut zueinander. (Über die Heuristik zum Matchen hätten wir gern mehr erfahren, doch man durfte uns nur mitteilen, dass da sehr viel "brain power" eingeflossen sei.) Nun können die Bilder in Bezug zueinander gesetzt werden, und die Wackler eliminiert werden. Doch damit nicht genug. Dieser Algorithmus kann so auch stitchen, stereoskopische Ansichten erstellen, Kanten glätten, Rauschen herausfiltern oder, indem "echte" von "falschen" Bewegungen unterschieden werden, Flugbahnen registrieren und die Flugobjekte aus dem Video herausnehmen, alles mit einer simplen Aufnahme. Doch schon ging es weiter beim sogenannten SmartControlRoom, ebenfalls zur Einsatzplanung. Dieser Raum soll noch mit dem Einsatztisch verbunden verbunden werden und intelligent mithilfe vieler Kameras Personen, deren Standpunkt, ihre Aktion usw. erkennen, und ihnen so z.B. am richtigen Ort Informationen auf einem Bildschirm anzeigen. Die meisten von uns bezweifelten jedoch, ob dieser Raum nicht letztendlich statt zur Einsatzplanung nur als ein Gadget für Unternehmensvorstände eingesetzt werden wird. Letzter Punkt im IOSB war ein System zur zusammenführenden Schnittstelle für verschiedene Überwachungsmedien, dessen Aufbau nach einem Brand nur behelfsmäßig war. Diese Überwachungsmedien sollen dabei nicht nur stationäre, sondern auch mobile sein, so beispielsweise ein Quadrocopter, den man vom Interface aus steuern kann. Am IES sahen wir als erstes ein Projekt zur dreidimensionalen Erfassung spiegelnder Objekte. Besonders wichtig ist das für die Autoindustrie, die automatisch Materialfehler erkennen will, bisher ein manueller Job. Die Erfassung funktioniert dabei nach demselben Prinzip, wie das menschliche Gehirn reflektierende Oberflächen erkennt, nämlich anhand der Krümmung der Umgebung im Spiegelbild. Konkret benutzt das Projekt ein Gittermuster, welches ein Bildschirm knapp über dem Objekt anzeigt. Weitere Informationen: Institut für Interaktive Echtzeitsysteme am Karlsruher Institut für Technologie Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung 3D-Laserscanner der Informatik-AG
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